Brügger

Brüggertherapie

Die Brüggertherapie ist von dem Neurologen Dr. Alois Brügger entwickelt worden. Diese Therapieform beschäftigt sich überwiegend mit der Aufrichtung der Wirbelsäule. Nach Ansicht von Dr. Brügger können Schmerzzustände jeglicher Art auf eine krumme Köperhaltung zurückgeführt werden. Hauptsächlich zielt damit diese Therapieform darauf ab, mit ihren Übungen eine aufrechte Körperhaltung wieder zu automatiseren. Dadurch können auch alltagsspezifische Fehlhaltungen wieder korrigiert werden.

Als Befundaufnahme dient uns das sogenannte TH5-Wippen, bei dem die Beweglichkeit der Wirbelsäule getestet wird. Ferner achten wir darauf, ob typische Bewegungsmuster auffallen, die nicht als physiologisch einzustufen sind. Auf Basis des Befundes wird dann für den konkreten Fall ein Übungsprogramm entwickelt und durchgeführt.

Die Behandlung selbst findet ausschließlich in der aufrechten Köperhaltung statt. Durch die Aufrichtung allein kann bereits eine Stabilisation der Wirbelsäule sowie eine Kräftigung der Muskulatur realisiert werden. In diesem Zusammenhang reicht häufig die Vorstellung, eine schöne Kette zu tragen, die man jedem zeigen möchte, schon für eine Aufrichtung aus. Man hebt dadurch den Brustkorb und automatisch werden Lendenwirbelsäule und Halswirbelsäule mit aufgerichtet. Diese Theorie basiert auf dem sogenannten Zahnradmodell, welches besagt, dass wenn ein Abschnitt der Wirbelsäule bewegt wird, sich automatisch die anderen auch mitbewegen.

Die Brüggertherapie bedient sich bei ihren Übungen häufig des Pezziballs und des Therabands.


© Rahe-Goeldner & Penzel